4 Regeln zeigen, ob Ihre Erhöhung bei Strom und Gas rechtens ist

Hier KLICKEN für mehr Informationen!

#gas #strom #energiekrise
Bevor im März die Preisbremsen für Strom und Gas greifen, könnten die Versorger noch ihre Tarife erhöhen, warnen Verbraucherschützer. Einige Erhöhungen könnten sich allerdings als unwirksam erweisen. FOCUS online erklärt, worauf Sie achten sollten.

Erstens muss der Anbieter den Grund für die Preiserhöhung – also die gestiegenen Kosten – konkret benennen können. „Es reicht nicht zu sagen, die Welt geht unter“, sagte Holger Schneidewindt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bereits im letzten Jahr zu FOCUS online. Und, logo: Der Anbieter darf nicht lügen.

Zweitens muss der Anbieter die betroffenen Kundinnen und Kunden schriftlich und vier Wochen im Voraus über die anstehende Preiserhöhung sowie deren Ursachen informieren. „Schriftlich“ bedeutet in diesem Fall: per Brief. Nur mit vorangegangener Einwilligung der Kunden ist eine E-Mail gestattet. Was niemals geht: Heimlich eine Mitteilung im Online-Kundencenter auf der Website hinterlegen, am besten noch ohne E-Mail, die über die neue Mitteilung informieren würde. Vor allem Discount-Anbieter, die einen Großteil ihrer Kunden-Kommunikation über das Internet abwickeln, greifen gerne zu diesem Kniff.

Drittens muss der Anbieter in dem Schreiben klar und verständlich über die Preiserhöhung informieren, er darf sie nicht in einem langen Wust aus Text „verstecken“. Das bedeutet: Die Preiserhöhung muss gleich zu Beginn des Briefes erwähnt werden, vor allem bei E-Mails gehört sie außerdem in die Betreffzeile. Kundinnen und Kunden dürfen nicht den Eindruck erhalten, hier handle es sich nur um unwichtige Werbepost. Ebenfalls tabu: Komplizierte Tabellen, in denen man sich erst auf die Suche nach der Preiserhöhung begeben muss.

Viertens muss der Anbieter über das Sonderkündigungsrecht aufklären, das alle Kundinnen und Kunden bei einer Preiserhöhung in Anspruch nehmen können. Rechtlich betrachtet stellt eine Preiserhöhung eine einseitige Änderung des Vertrags dar. Die andere Vertragspartei – also die Kundin oder der Kunde – darf den Vertrag dann zu jenem Zeitpunkt kündigen, an dem der neue Preis in Kraft treten würde. Bei einer Preiserhöhung zum 1. Januar dürften Sie also zum 31. Dezember kündigen und den Anbieter wechseln.

>