Achtung vor Ideologen! Das passiert, wenn man die Welt um jeden Preis verbessern will

Hier KLICKEN für mehr Informationen!

#kiffer #reitz #bundestag

Am Freitag hat der Bundestag nach langem Ringen die Teillegalisierung von Cannabis beschlossen. Die Ampel-Regierung möchte damit den Drogenhandel auf dem Schwarzmarkt eindämmen und den Kinder- und Jugendschutz ausbauen. Ein alter Traum der 1968er wird wahr.

Doch Kritiker, darunter Ärzte, befürchten negative Folgen. Auch FOCUS-online-Chefkorrespondent Ulrich Reitz sieht eine „große Gefahr, dass es schief geht“.
„Eigentlich war vorgesehen, dass der Staat die Kontrolle über die gesamte Lieferkette übernimmt. Das ist jetzt nicht der Fall“, so Reitz in seiner Video-Kolumne „Reitz-Thema“. Dass man im privaten Bereich Hanf zum Eigengebrauch anbauen und im öffentlichen Raum 25 Gramm mitführen dürfe, sei „der Traum aller Dealer“. So hat es der größte sozialdemokratische Kritiker, der frühere Chef des Bundes der Kriminalbeamten, Sebastian Fiedler, ausgedrückt. Fiedler nenne das neue Gesetz auch „staatlich organisierte Wirtschaftsförderung für die organisierte Kriminalität“.

Die Bundesregierung folge laut Reitz hier eher einer Ideologie als dem Realitätssinn. Das habe es auch schon in der Vergangenheit gegeben. Etwa beim Prostituiertengesetz, das vor gut 20 Jahren Prostitution zu einem sozialversicherungspflichtigen Job machen sollte und nur dazu geführt habe, dass Deutschland heute das „Bordell Europas“ ist. Die Union hatte diese Woche einen Antrag gestellt, eben jenes Gesetz wieder abzuschaffen.
„Das ist eine Kapitulationserklärung“
Auch der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr nach dem 11. September folge demselben Muster. So stellte nach 20 Jahren der Bericht einer Enquete-Kommission fest, dass dieser Einsatz „strategisch gescheitert“ sei, weil man kein ausreichendes Verständnis für die Kultur und Geschichte Afghanistans gehabt habe. „Das ist eine Kapitulationserklärung“, so Reitz.
Sein Fazit: „Es gibt einen Unterschied zwischen gut gemeint und gut gemacht. Und es gibt einen Unterschied zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik und die Lehre lautet: Denjenigen, die uns mit dem großen Anspruch begegnen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, denen sollten wir mit der allergrößten Vorsicht begegnen.“
Politik sei vor allem ein Handwerk und keine Ideologie. „Wer Ideologie nach vorne stellt, der schadet den Menschen und erreicht die Ziele, die er sich vorgenommen hat, gerade nicht.“

>