Aiwanger erhebt schwere Vorwürfe – Journalistenverband reagiert

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Hubert Aiwanger hat sich in einem Interview mit „Welt“ ausführlich zur Flugblatt-Affäre geäußert. Seine Aussage, er sei kein Antisemit, sondern ein Menschenfreund „in den letzten Jahrzehnten“, stellte der stellvertretende bayrische Ministerpräsident klar. Er habe sich „missverständlich“ ausgedrückt.

Die Behauptungen, er habe „Mein Kampf“ in seiner Schultasche gehabt, den Hitlergruß gezeigt und Judenwitze gemacht, erscheinen Aiwanger „äußert dubios“. „Ich bin überzeugt davon, dass die „SZ“, womöglich mit Hilfe anderer Kreise, von langer Hand geplant hatte, mich massiv zu beschädigen und politisch zu vernichten.“ Die Freien Wähler sollten geschwächt und Stimmen umverlagert werden. „Konkreter: Unsere Partei sollte raus aus der Regierung – und die Grünen rein. Wenn die Umfragen unter zehn Prozent liegen würden, wäre diese Skandal-Berichterstattung nicht gemacht worden.“ 
Die Vorwürfe, Aiwanger habe das antisemitische Flugblatt erstellt, zerlegt er im Interview. „Von den Vorwürfen bleibt übrig, dass ein Blatt oder wenige Blätter eines abscheulichen Papiers in meiner Tasche gefunden wurden“, sagt der Freie-Wähler-Chef. Aus seiner Sicht wurde „offenbar absichtlich gelogen und eine Verdachtsberichterstattung mit schwerwiegenden Folgen praktiziert. Und dann hieß es noch, es gebe Zeugen – aber nun sind da keine.“ 
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) weist den Vorwurf Aiwangers, Medien würden das antisemitische Flugblatt aus seiner Schulzeit für eine politische Kampagne gegen ihn nutzen, am Freitag scharf zurück. DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall bezeichnete die Vorhaltungen des Freie-Wähler-Chefs am Freitag als „kruden Unsinn, mit dem Hubert Aiwanger bei den Verschwörungsideologen andockt“.
Es sei unbegreiflich, dass Aiwanger als Vize-Ministerpräsident eines großen Bundeslandes noch nicht einmal rudimentäre Kenntnisse über Journalismus und Medien besitze, sagte Überall.

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