Als es um Ukraine geht, nimmt Schäuble Merkel in Schutz: „Ich lag falsch, wir alle lagen falsch“

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Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich für einen Stopp russischer Lieferungen von Gas und Öl an Deutschland ausgesprochen. Der CDU-Politiker sagte der „Welt am Sonntag“: „Es wird bitter, aber ich denke, wir müssen schnellstmöglich auf russische Gas- und Öllieferungen verzichten. Wir dürfen nicht immer der Bremser im westlichen Bündnis sein.“

Die atlantische Solidarität, die Deutschland genießen durfte, sei keine einseitige Sache. „Wir dürfen nicht zurückzucken, wenn es für uns unangenehm wird.“ Kremlchef Wladimir Putin müsse wissen, dass wir für unsere Art zu leben, für unsere Freiheit, bereit seien, auch substanzielle Opfer zu bringen, so Schäuble.
Der ehemalige Finanzminister unter Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU), nahm seine frühere Chefin gegen Kritik an ihrer Russland-Politik zumindest teilweise in Schutz. „Ich habe es zu meinen Lebzeiten nicht mehr für möglich gehalten, in eine derartige Krise mit Russland zu kommen. Deswegen ist es nicht ganz gerecht, Angela Merkels Rolle in der deutsch-russischen Energiepartnerschaft nun zu kritisieren.“  sagte der 79-jährige CDU-Mann.

Als Schäuble gefragt wurde, ob man die Ukraine nicht bereits 2008 in die Nato aufnehmen hätte sollen, gab der frühere Bundestagspräsident eigenes Fehlverhalten zu: „Auch ich dachte, wir müssen mit Russland kooperieren. Heute weiß ich: Ich lag falsch, wir alle lagen falsch.“
Es sei zudem ein Fehler gewesen, dass trotz der Besetzung der Krim durch die Russen im Jahr 2014 die Gaspipeline Nord Stream 2 auf den Weg gebracht worden sei. „Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich diesen Pipeline-Bau für falsch gehalten habe. Es war auch falsch, dass wir einem Verkauf der deutschen Gasspeicher an Gazprom zugestimmt haben.“ Die Deutschen hätten merken müssen, dass die Speicher im vergangenen Herbst halbleer waren.

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