Bericht enthüllt neue Details zum Kahn-Drama

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Zur Trennung des FC Bayern von Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic kommen immer neue Details ans Licht. So sollen Bayern-Präsident Herbert Hainer und Uli Hoeneß die Gespräche mit dem Duo am Donnerstag in Hoeneß' Münchner Stadtwohnung geführt haben. Dann nimmt das Telefon-Drama seinen Lauf.

Am Samstag kurz vor Ende der Partien des 34. Spieltags platzt die Bombe auch in der Öffentlichkeit: Der FC Bayern trennt sich von Vorstands-Boss Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan „Brazzo“ Salihamidzic. Während sich der Rekordmeister mit Letzterem einigen konnte, wurde die Abberufung des Ex-Torhüters zu einem echten Drama.
„ Sport Bild “ enthüllt nun neue Details zum Kahn-Beben. So soll der Ort, an dem sich Bayern-Präsident Herbert Hainer und Uli Hoeneß sowohl mit Kahn als auch mit Salihamidzic einzeln trafen, um ihnen die Entscheidung mitzuteilen, die bislang geheime Stadtwohnung von Hoeneß im Münchner Stadtteil Maxvorstadt gewesen sein.

Während das Gespräch mit Brazzo sachlich abläuft und zu einer Einigung führt, wird es mit Kahn emotional. Der ehemalige Weltklassekeeper wirkt überrumpelt und ist von der Kurzfristigkeit der Entscheidung überrascht. Kahn habe damit gerechnet, dass der Aufsichtsrat wie geplant am Dienstag tagt. „Ihr müsst mir zugestehen, dass ich mich beraten lassen möchte“, soll er dann gesagt und Zeit gefordert haben.
Emotional wird es dann, als es um die vergangenen Wochen geht. „Ich hätte mir gewünscht, dass sich in den letzten Wochen einmal einer von euch hinter mich gestellt hätte! Das war brutal!“, habe Kahn laut „Sport Bild“ gebrüllt.
Wie kürzlich bekannt wurde, arbeitete Hoeneß im Hintergrund aber da schon länger daran, Kahns Posten mit Jan-Christian Dreesen neu zu besetzen. Aus dem Klub heißt es später, dass Kahn bei dem Treffen auch gegen Dreesen verbal gewütet habe.

Dennoch kommt es zumindest zu einer Absprache: Am Freitagmittag soll ein Telefonat geführt werden. Hainer und Hoeneß bitten Kahn, er möge anrufen. Doch der Noch-Vorstandsboss meldet sich nicht bis zum Mittag des Folgetages. So wählt Bayern-Präsident Hainer mehrfach die Nummer von Kahn und bekommt ihn schließlich ans Telefon.

„Oliver, wir brauchen eine Entscheidung“, soll Hainer im Gespräch gesagt haben. Kahn ist ob der plötzlichen Eile irritiert. „Woher kommt jetzt dieser Aktionismus?“, habe er gefragt. Erst dann erfuhr er offenbar von der außerplanmäßigen Aufsichtsratssitzung am Freitagnachmittag. Kahn wünscht sich weiterhin mehr Zeit. Auch er strebt prinzipiell eine einvernehmliche Lösung an, lehnt aber einen Schnellschuss ab. Hainer kontert, dass der Aufsichtsrat dann über seine Abberufung beraten müsse.
Um 16 Uhr beginnt dann die Sitzung des Aufsichtsrats. Das Gremium entscheidet sich einstimmig für die Entbindung des Ex-Keepers von seinen Aufgaben.

Noch am Freitagabend ruft Hainer laut „Sport Bild“ mehrfach bei Kahn an, um ihn davon zu unterrichten. Ohne Erfolg, er erreicht ihn nicht. Trainer Thomas Tuchel weiß derweil schon Bescheid. Als Kahn schließlich am Samstagmorgen sein Mail-Postfach öffnet, findet er dort eine Nachricht von Hainer . Der Aufsichtsrat habe Kahn am Freitag abberufen, weshalb er auch nicht zum finalen Spiel der Bayern in Köln mitkönne. Für Rückfragen stehe Hainer telefonisch zur Verfügung.
Kahn wählt daraufhin die Nummer des Bayern-Präsidenten und tut seinen Unmut über das Verbot der Reise zum Bayern-Spiel in Köln kund. „Das könnt ihr nicht machen, ich möchte mich vom Team verabschieden“, habe er gesagt. Hainer weist ihn darauf hin, dass er kein Teil des Vorstands mehr sei, verspricht aber das Thema noch einmal zu besprechen und sich bei Kahn zu melden.
Nur 30 Minuten später ruft der Bayern-Präsident zurück und hat keine guten Nachrichten für Kahn. Die Entscheidung steht, er soll nicht mit nach Köln kommen. Stattdessen bietet Hainer an, dass Kahn sich zu Beginn der Vorbereitung beim Team verabschieden könne. Das kommt für den geschassten Vorstandsvorsitzenden aber nicht in Frage. Dennoch einigen sich Kahn und Hainer auf eine Notlüge: Der Öffentlichkeit wird mitgeteilt, dass Kahn wegen einer Sommergrippe nicht mit dem FCB nach Köln gereist sei.

Kurz vor Spielende gegen 17.15 Uhr erfährt die Öffentlichkeit dann von dem Personal-Beben: Der FC Bayern hat sich von Kahn und Salihamidzic getrennt, der bisherige Stellvertreter Dreesen übernimmt Kahns Posten. Letzteres soll Kahn erst zu diesem Zeitpunkt erfahren haben.
Während Salihamidzic der Bayern-Mannschaft, die die Meldung bereits mitbekommen hatte, gegen 18 Uhr mitteilt, dass es sein letztes Spiel in Diensten des FCB gewesen sei und Standing Ovations erhält, wählt Kahn einen anderen Weg. Via Twitter gratuliert er der Mannschaft zum Meistertitel und begründet sein Fehlen plötzlich anders . „Ich würde gern mit euch mitfeiern, aber leider kann ich heute nicht bei euch sein, weil es mir untersagt wurde“, schreibt er.

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