BMW widerspricht Polizei nach tödlichem Crash mit Test-Auto

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Der in einen tödlichen Unfall bei Reutlingen verwickelte BMW war nach Angaben des Münchner Autokonzerns „kein autonom fahrendes Fahrzeug“. Das Unternehmen widersprach damit Angaben der Polizei, wonach es sich bei dem Unfallwagen „um ein Autonomes E-Testfahrzeug“ gehandelt habe. Ein Polizeisprecher hatte das am Montag gegenüber FOCUS online noch bestätigt.
Aufnahmen von der Unfallstelle zeigen, dass auf der Fahrertür der Schriftzug „Electric Test Vehicle“ angebracht war. Zudem sind auf weitere Karosserie-Teile Aufkleber mit BMW-Logo, Kamera-Symbol und QR-Code geklebt.
BMW teilte nun am Dienstag mit: „Das Fahrzeug verfügt über Fahrerassistenzsysteme der Stufe 2, die heute bereits in Serienfahrzeugen verbaut sind und die Fahrerin und den Fahrer auf Wunsch unterstützen. Bei Level-2-Fahrzeugen bleibt die Fahrerin oder der Fahrer grundsätzlich immer in der Verantwortung.“
Erst bei hochautomatisierten Fahrzeugen ab Level 3 darf der Fahrer das Fahren unter bestimmten Voraussetzungen vollständig an das Fahrzeug delegieren.
BMW teilte mit: „Derzeit sind wir dabei, die genauen Umstände zu untersuchen.“
Der 43-jährige Fahrer des Elektro-SUV vom Typ BMW iX war am Montagnachmittag bei Römerstein (Kreis Reutlingen) unterwegs. In einer Kurve kam das Auto aus bislang unklaren Gründen auf die Gegenfahrbahn und streifte dort ein entgegenkommendes Auto. Die Folge war eine Massenkarambolage, die für einen beteiligten tödlich und für neun weitere Menschen mit schweren Verletzungen endete.

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