Die Corona- Mutation, die „vor Ende November eine Welle auslöst“

Hier KLICKEN für mehr Informationen!

#corona #omicron
Immer wieder tauchen neue Corona-Varianten auf. Eine davon, BQ.1.1, kann laut Experten die nächste Infektionswelle auslösen. Was über die neue Variante bekannt ist.

Das Coronavirus mutiert. Ständig. Es entwickelt laufend neue Eigenschaften, mit denen es den Antikörpern entkommen will, die wir durch frühere Infektionen und Impfungen aufgebaut haben. Die Rede ist dann von einer „Immunflucht“. Je ausgeprägter diese Immunflucht, umso größer das Risiko, dass der Schutz durch die Impfung nicht mehr ausreicht, um schwere Verläufe zu verhindern.

Eine Variante, die unserem Immunsystem besonders gut entkommt, scheint sich nun weltweit zu verbreiten. Experten warnen schon seit einigen Wochen vor BQ.1.1, einer Unterlinie von BA.5. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist besorgt. Und auf Twitter erklärt ein Cambridge-Wissenschaftler nun sogar, dass es sich dabei wohl um die Variante handle, die uns die nächste Welle beschert. Wir haben uns BQ.1.1 genauer angesehen.

BQ.1.1 tauchte bislang in Europa und Nordamerika auf. „Ihr relativer Anteil hat sich jede Woche mehr als verdoppelt“, schreibt Cambridge-Forscher Cornelius Römer auf Twitter. Es werde „ziemlich klar, dass BQ.1.1 noch vor Ende November eine Variantenwelle in Europa und Nordamerika auslösen wird“.

Im Vergleich zu der aktuell vorherrschenden BA.5-Variante habe die Sublinie wohl einen Übertragungsvorteil von mehr als zehn Prozent, erklärt Römer weiter. Zudem sei BQ.1.1 „deutlich schneller“ als die Omikron-Variante BA.2.75.2, die jüngst bereits in mindestens 35 Ländern und in 20 US-Bundesstaaten aufgetaucht ist.

Schon jetzt stiegen die deutschen Fallzahlen so stark an wie im Vorjahr, obwohl die neuen Varianten gerade noch gar keine große Wirkung zeigten. Die nächsten Monate könnten demnach „eine holprige Fahrt“ werden.

BQ.1.1 zeigt „eine vergleichbare Immunflucht und Mutationen an ähnlichen Positionen“ wie BA.2.75.2, erklärt etwa Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien, Biozentrum, Universität Basel. Unlängst erschienene Preprint-Studien aus China und Schweden hätten gezeigt, dass diese Variante von menschlichen Antikörpern deutlich schlechter erkannt wird.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnte jetzt  ebenfalls in einem Interview mit der „FAZ“ : „Wenn sich etwa die Variante BQ.1.1 durchsetzt, würden sich auch diejenigen, die sich im Sommer infiziert haben, wahrscheinlich wieder leicht infizieren können.“

Biochemiker Römer ergänzt zudem „eine schlechte Nachricht“: Dass BQ.1.1 allen verfügbaren monoklonalen Antikörper-Cocktails entgehe – sogar denen, die immer noch gegen BA.5 wirkten.

Finale Aussagen über die Wirksamkeit der Impfungen in Bezug auf BQ.1.1 lassen sich bislang keine treffen. Da es sich bei BQ.1.1 aber um einen BA.5-Nachkommen handelt, schätzen Experten das daran angepasste Vakzin als am sinnvollsten ein. „Der BA.5-Booster schützt also am besten“, schreibt Biochemiker Römer.

Der an BA.1 angepasste Impfstoff sei immerhin besser als der gegen den Wildtyp, der wiederum besser als überhaupt keiner. Sprich: Die Impfung ist in jedem Fall sinnvoll, die neueren Vakzine bieten aber Römer zufolge den besten Schutz. „Sieht aus, als wäre jetzt ein ziemlich guter Zeitpunkt, um sich einen Booster zu holen.“

>