Die dritte Impfung: So gut schützt sie vor einem schweren Verlauf

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Wer über 70 Jahre alt ist oder Vorerkrankungen hat, dem empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die sogenannte Booster-Impfung. Sie soll den Impfschutz verstärken und Risikogruppen vor einer schweren Covid-Erkrankung schützen.
Wie gut die dritte Dosis schützt, konnten Wissenschaftler nun anhand von Daten aus Israel nachweisen. Denn seit Mitte Juli haben vier der rund neun Millionen Israelis eine dritte Dosis erhalten.
Die Wissenschaftler verglichen für ihre Analyse die Daten von jeweils rund 728.000 Dreifach- und Zweifach-Geimpften. Die zweite Impfung lag bei allen Teilnehmern mindestens fünf Monate zurück.
Insgesamt verdeutlicht die Analyse den hohen Nutzen der Auffrischungsimpfung. Die Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachblatt „The Lancet“.
Die Wirksamkeit, mit der Krankenhauseinweisungen bei Covid-Patienten verhindert wurden, war nach der dritten Dosis um 93 Prozent höher als nach der zweiten. Und schwere Verläufe konnten mit einer Wirksamkeit von 92 Prozent im Vergleich zur doppelten Dosis reduziert werden. Die Wirksamkeit zur Verhinderung von Todesfällen lag nach den Drittimpfungen um 81 Prozent höher als bei Zweitimpfungen.
Kritiker der Analyse bemängeln, dass die Studie nicht die Frage beantworte, ob es notwendig sei, Menschen eine dritte Corona-Dosis zu verabreichen, während zahlreiche Länder noch immer einstellige Impfquoten hätten. „Wenn sich in impfstoffreichen Ländern die Praxis der Verabreichung einer dritten Dosis an alle Personen über zwölf Jahren durchsetzt, kann dies Versorgungsengpässe für andere Länder verschärfen“, warnt K. Srinath Reddy von der indischen Public Health Foundation.
Nicht nur in Israel, auch in Deutschland nimmt die Zahl der Auffrischungsimpfungen zu. „Konservativ gerechnet, kommen bereits jetzt zwischen zehn bis 13 Millionen Personen für eine Auffrischungsimpfung in Frage“, erklärte das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag.

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