Diese Knallhart-Strafen drohen jetzt dem „deutschen Rudel“ auf Mallorca

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Die spanische Polizei hat in der Nacht auf Donnerstag sechs junge Urlauber aus Deutschland in Mallorca festgenommen. Der Verdacht: Gruppenvergewaltigung einer 18 Jahre alten Urlauberin. Mittlerweile sitzen fünf von ihnen in U-Haft. Welche Strafen drohen den Männern nun?

Sechs deutsche Mallorca-Urlauber sollen eine 18-jährige Frau aus Deutschland vergewaltigt haben. Gegen fünf der aus NRW stammenden Männer wurde auf der spanischen Insel Untersuchungshaft erlassen, einer wurde freigelassen. Der Haftrichter hatte seine Entscheidung am Samstagabend getroffen.  
Doch in Spanien funktioniert die U-Haft anders als in Deutschland. Wer dort im Gefängnis landet, muss – unter bestimmten Umständen – Jahre bis zur Gerichtsverhandlung warten. Bis zu vier können es dem spanischen Gesetz nach sein. Deshalb wird eine Untersuchungshaft eigentlich nur in Ausnahmefällen angeordnet.

Ab dem Moment, in dem sich die Beschuldigten in U-Haft befinden, übernehmen in Spanien die juez de instrucción (zu Deutsch: Untersuchungsrichter) die Ermittlungen. In Deutschland ist dafür die Staatsanwaltschaft zuständig. Die Verteidigung der Beschuldigten kann dann Anträge auf Haftentlassung stellen. Der Ermittlungsrichter befragt alle Beschuldigten einzeln und entscheidet bei jedem Antrag der Verteidigung, ob die Gründe für die Untersuchungshaft fortbestehen. Dabei kann es sich etwa um Fluchtgefahr handeln, oder dass jemand Beweise zerstört, das Opfer einschüchtert oder zum Wiederholungstäter wird.
Für den vorliegenden Fall spricht Jesus Becerra, Rechtsanwalt auf Mallorca, auf seiner Website von zwei Jahren Untersuchungshaft, wenn „die Straftat, die Gegenstand der Ermittlungen ist, mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht ist.“ In Spanien kann Gruppenvergewaltigung mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden.
Bisher ist immer noch nicht klar, wie viele der fünf Männer tatsächlich der Vergewaltigung beschuldigt werden. Strafbar ist jedoch auch, wenn einer oder mehrere der Beteiligten dem Opfer nicht geholfen haben. Dann gelten zwar andere Obergrenzen und Kautionsbedingungen – doch auch in diesem Fall müssen sich die Beschuldigten auf lange U-Haft-Zeiten einstellen.

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