Ein Laser im deutschen Waffenpaket an die Ukraine wirft Fragen auf

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Im neuen Rüstungspaket der Bundesregierung für die Ukraine sind sogenannte Laserleitgeräte für das IRIS-T-Luftabwehrsystem enthalten. Das bräuchte dieses allerdings gar nicht. Wie der Laser im Krieg zum Einsatz kommen soll, darüber wird nun gerätselt.

Die Bundesregierung hat weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine zugestimmt. Darunter sind sechs weitere Gepard-Panzer, Munition und Drohnen sowie erneut das Luftabwehrsystem IRIS-T SLM. Besonders auffällig: Laut dem Portal „Defense Express“ liefert die Bundesregierung dieses Mal auch Lasermodule für das IRIS-T SLM. Das System setzt für gewöhnlich infrarotgelenkte Raketen ein und benötigt daher eigentlich keine Laserführungsunterstützung.

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass das IRIS-T SLM mit semiaktiven lasergelenkten Raketen ausgestattet wurde, ähnlich wie bei APKWS-Raketen. Das berichtet das Portal „Defense Express“ , auf dem regelmäßig News über die ukrainische Rüstungsindustrie veröffentlicht werden, weiter.
APKWS-Raketen benötigen für die Zielerfassung mobiler Luftziele ein Laserleitmodul. Diese Kampfmittel könnten es dem IRIS-T-System zum Beispiel ermöglichen, effektiver bewegliche Ziele wie etwa Kamikaze-Drohnen zu bekämpfen. Auch eine Zielerfassung von Wasserkampfmitteln wie Booten sei dann noch genauer möglich. Die Infrarot-Technologie des herkömmlichen IRIS-T-Systems sei dazu allerdings ebenfalls sehr gut in der Lage.

Im Normalfall nutzt die IRIS-T SL-Rakete für ihre autonome Zielerfassung GPS-Technologie und Inertial-Navigation. Der zielsuchende Gefechtskopf ist hochempfindlich und kann Ziele durch eine Kombination von Parametern erkennen, nicht nur durch ihre thermische Signatur. Das Luftverteidigungssystem verfügt zudem normalerweise nicht über eine separate optische Zielerfassungsstation, in die ein Laserleitgerät integriert werden könnte. Für die mitgelieferten Laser müsste das System also mit einer zusätzlichen Station ausgestattet worden sein. Bisher gibt es keine konkreten Informationen darüber, dass der deutsche Hersteller Diehl in Richtung der Laser-Technologie gearbeitet hat.
Deshalb bleibt zunächst offen, ob die Laser tatsächlich für diese Zwecke verwendet werden sollen oder ob es andere Gründe für die Integration gibt. Es wird jedoch erwartet, dass in naher Zukunft weitere Informationen über den Zweck der Laserleitsysteme bereitgestellt werden.

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