Eindruck von „grüner Diktatur“ für AfD-Hoch mitverantwortlich

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Manfred Güllner ist Forsa-Geschäftsführer und Meinungsforscher. Im Interview mit der „Welt“ erklärt er das derzeitige AfD-Umfragehoch und warum sogar SPD-Wähler zu der rechtspopulistischen Partei tendieren.

Die AfD kann derzeit mit Zustimmung von 17 bis 19 Prozent der Wählerschaft rechnen. Manfred Güllner, Meinungsforscher und Gründer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, erklärt im Interview mit der „ Welt “, wie die Partei diesen Erfolg erreicht hat. „Die AfD hat es – anders als frühere rechtsradikale Bewegungen – geschafft, das immer vorhandene Potenzial der Anfälligen für rechtsradikales Gedankengut auch als Wähler zu gewinnen“, so Güllner.
Er hat zudem eine klare Meinung zu der Aussage vieler Konservativer, die die Politik der Ampelkoalition für den Aufschwung der AfD verantwortlich machen: „In der Tat ist ein Teil der ursprünglichen Wähler von der Ampel enttäuscht.“ Die Politik der Ampel sei vor allem bei der grünen Wählerklientel populär, nicht jedoch bei der Mehrheit der liberalen und sozialdemokratischen Wähler.
„Die große Mehrheit der früheren SPD-Wähler in normalen Arbeitsverhältnissen hat den Eindruck, dass sich 'ihre' einstige Partei zu sehr einer Art grüner Diktatur beugt“, ist Güllner überzeugt. Der Meinungsforscher hatte im Jahr 2013 ein Buch veröffentlicht, in dem er vor einer „grünen Diktatur“ warnte. An dem Werk gab es viel Kritik.
Im Gespräch mit der „Welt“ erklärt Güllner weiter, dass eine „kleine elitäre Minderheit der oberen Bildungs- und Einkommensschichten“ der Gesellschaft der großen Mehrheit der Andersdenkenden ihre Werte durch Belehrungen oder Verbote aufzwinge. Dadurch würden sich viele Wähler von der SPD zur AfD orientieren.

Die Radikalität der AfD störe die große Mehrheit der Bundesbürger, die die Partei nicht für eine normale demokratische Partei halte, so Güllner im Gespräch mit der „Welt“. Doch trotzdem gebe es Aufweichungen, da einige Wähler wegen des „überbordenden grünen Zeitgeists“ zur AfD wechseln würden.
Auf die Frage, welche Rolle die Verunsicherung in Folge des Ukraine-Kriegs und Abstiegsängste bei einer Wahlentscheidung für die AfD spielten, antwortete Güllner, der Krieg habe nicht zur Stärkung der AfD beigetragen. Für die zahlreichen dem Mittelstand angehörenden Wähler der AfD spiele jedoch die große Sorge, „den jetzigen Status in der Gesellschaft zu verlieren“, eine große Rolle.
Güllner widerspricht der Behauptung aus dem linken politischen Spektrum, dass Friedrich Merz mit seinen Äußerungen den Diskurs nach rechts verschoben und den Aufstieg der AfD damit befördert habe. Er stellt fest, dass der CDU-Chef erkannt habe, dass die AfD nicht „Fleisch aus dem Fleisch der Union“ sei. Güllner sieht keinen neuen Rechtsruck in der Union.

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