Galeria Kaufhof: Laut Insolvenzverwalter sei Großteil der Finanzhilfen weg

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Galeria Kaufhof sucht ein weiteres Mal Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Der Verband der Insolvenzverwalter sieht das kritisch. Der Vorsitzende Niering erklärt, dass nur noch zehn Prozent der 680 Millionen Euro schweren Finanzhilfe zu retten wären.

Das Warenhaus Galeria Kaufhof ersucht erneut Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Es wäre bereits das zweite Schutzschirmverfahren, was der Verband der Insolvenzverwalter (VID) kritisch sieht. Im Interview mit „Bayern 2“ erklärt der VID-Vorsitzenden Christoph Niering, dass von den 680 Millionen Finanzhilfen ein Großteil wahrscheinlich weg sei. Nur etwa zehn Prozent dürften noch zu retten sein, so Niering.

„Die Frage der Nachhaltigkeit muss man sich schon stellen bei der zweiten Insolvenz. Man könnte auf die Idee kommen, dass beim ersten Mal nicht grundlegend genug durchsaniert wurde“, sagte Christoph Niering, Vorsitzender des Branchenverbands VID im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.
Bei einer neuen Rettung von Galeria müsse man „einen Schritt weiter gehen“, sagte Niering. „Sodass es kein drittes Insolvenzverfahren geben muss. Aber es wäre nicht der erste Fall, der erst beim zweiten Mal einen erfolgreichen Sanierungsweg gegangen ist.“

Nach Medienberichten sei das Geld aus dem ersten Schutzschirmverfahren nicht insolvenzfest abgesichert, sagt der Vorsitzende des Berufsverbands der Insolvenzverwalter und Sachwalter in Deutschland. „Und da ist zu befürchten, dass es überwiegend weg ist.“ Nur etwa zehn Prozent der bisherigen Finanzhilfen von rund 680 Millionen Euro dürften bei einer Galeria-Pleite noch zu retten sein. „Also der Großteil wird weg sein“, sagte Niering, der am Insolvenzverfahren von Galeria selbst nicht beteiligt ist.

Investor Markus Schön will nun 47 gefährdete Galeria-Filialen übernehmen. Das bestätigte der Geschäftsführer des Online-Händlers Buero.de gegenüber „n-tv“. Sein Interesse gelte mittelgroßen Städten wie Fulda, Goslar und Wismar. Betroffen wären fast 6000 Beschäftigte.
Schön sieht das Schutzschirmverfahren als Chance: „Je weniger spezialisiert man ist, desto leichter ist man im Internet zu ersetzen, aber mit Shop-in Shop-Konzepten kann man Innenstädte in mittelgroßen Lagen beleben.“ Übernahmeentscheidungen könnten kurzfristig getroffen werden, da der österreichische Großinvestor René Benko bereits vorlegte und den Konzern 2019 komplett übernommen hat.

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