Geht Russland das Geld aus? Nach zwei Monaten bereits 32 Milliarden Euro Miese

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#russland #krieg #putin

In nur zwei Monaten hat Russland so viele neue Schulden gemacht wie für das gesamte Jahr geplant waren. Neben den hohen Kriegsausgaben liegt das vor allem an den eingebrochenen Energie-Exporten. Das Finanzministerium will die Jahresziele aber einhalten.

Umgerechnet 36,6 Milliarden Euro Nettoschulden hatte Russland für seinen Staatshaushalt in diesem Jahr eingeplant. Nach einer Meldung des Finanzministeriums sind es in den ersten beiden Monaten aber schon rund 32,3 Milliarden Euro geworden, also rund 90 Prozent der für das gesamte Jahr geplanten Neuverschuldung. Insgesamt gab Russland rund 71,3 Milliarden Euro aus.
Das Ministerium schlüsselt die Zahlen zwar nicht getrennt für Januar und Februar auf, es scheint aber nach Angaben von Bloomberg, als wenn die Ausgaben im Februar gegenüber dem Januar deutlich gesunken seien. Die Moskauer Regierung ist sich ihres allzu spendablen Verhaltens also bewusst. Das Finanzministerium ist zudem selbstsicher, die Jahresziele einhalten zu können. Nach seinen Angaben liegt das aktuell hohe Defizit vor allem an vorgezogenen Ausgaben in den ersten zwei Monaten. In den kommenden Monaten sollen die Ausgaben deutlich niedriger liegen.

Umgerechnet 36,6 Milliarden Euro Nettoschulden hatte Russland für seinen Staatshaushalt in diesem Jahr eingeplant. Nach einer Meldung des Finanzministeriums sind es in den ersten beiden Monaten aber schon rund 32,3 Milliarden Euro geworden, also rund 90 Prozent der für das gesamte Jahr geplanten Neuverschuldung. Insgesamt gab Russland rund 71,3 Milliarden Euro aus.
Das Ministerium schlüsselt die Zahlen zwar nicht getrennt für Januar und Februar auf, es scheint aber nach Angaben von Bloomberg, als wenn die Ausgaben im Februar gegenüber dem Januar deutlich gesunken seien. Die Moskauer Regierung ist sich ihres allzu spendablen Verhaltens also bewusst. Das Finanzministerium ist zudem selbstsicher, die Jahresziele einhalten zu können. Nach seinen Angaben liegt das aktuell hohe Defizit vor allem an vorgezogenen Ausgaben in den ersten zwei Monaten. In den kommenden Monaten sollen die Ausgaben deutlich niedriger liegen.

Zweitens sind die Liefermengen eingebrochen. Auf dem Ölmarkt kann das Embargo Europas und der USA noch durch erhöhte Lieferungen nach Asien nahezu ausgeglichen werden – wenngleich nur zu rabattierten Preisen –, doch auf dem Gasmarkt sieht es düster aus. Durch die fast komplette Einstellung der Lieferungen nach Europa über Pipelines fehlen Einnahmen. Zwar bemüht sich Russland, mehr Flüssiggas nach Asien und Zentralasien zu liefern, aber dazu braucht es teure, neue Infrastruktur und Handelsabkommen mit Ländern wie China, Kasachstan und Usbekistan. Experten schätzen, dass Russland frühestens 2024, eher 2025, nennenswerte Mengen in diese Länder liefern kann.

Das alles drückt dieses Jahr auf den Staatshaushalt. Analysten von Bloomberg rechnen mit einem Haushaltsdefizit in Höhe von 3 bis 4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Das wären umgerechnet rund 60 bis 80 Milliarden Euro. Die russische Zentralbank möchte die Neuverschuldung bei rund 2 Prozent begrenzen. Helfen dabei soll eine Neuberechnung der Steuern auf Ölexporte, die ab Sommer greift und von der sich der Staat höhere Steuereinnahmen verspricht. Außerdem kann Russland noch auf die Reserven seines Staatsfonds zurückgreifen, der derzeit über ausreichend Kapazitäten verfügt, bis Ende 2024 aber auf einen Stand von rund 70 Milliarden Euro sinken könnte.
Wie so vieles in der Welt derzeit, wird aber auch Russlands Staatshaushalt stark vom Ukraine-Krieg abhängen. Auf der Ausgabenseite waren es vor allem Kriegsausgaben, die das Haushaltsloch in den ersten beiden Monaten aufrissen. Ein schnelles Kriegsende würde den Haushalt stark entlasten und vielleicht sogar zu höheren Einnahmen führen, wenn dann der Handel zwischen Russland und dem Westen wieder anzieht. Danach sieht es aber aktuell nicht aus.

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