Hamburgs „Sinnlos-Brücke“ für 3,3 Millionen offenbart, wo unsere Steuern versickern

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Werden in Hamburg Steuergelder verschwendet? Ein Blick in das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes offenbart drei alarmierende Fälle.

Eine 'Brücke zwischen zwei Brücken', ein 'Fahrradparkhaus mit Treppen' und '400.000 Euro monatliche Kosten für ein ungenutztes Gebäude' – das sind nur drei Fälle, in denen Hamburg nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Steuergelder in Millionenhöhe verschwendet.
„Hamburg schafft es nicht, etwas zu dem Preis zu bauen, zu dem es geplant wurde“, sagt Sascha Mummenhoff, Hamburger Geschäftsführer des BdSt. FOCUS online schaut sich das genauer an. Und fragt natürlich auch bei den zuständigen Behörden nach.

Die Maurienbrücke im Hamburger Stadtteil Barmbek wurde für insgesamt 3,3 Millionen Euro neu gebaut, obwohl es in nur rund 100 und 200 Metern Entfernung bereits zwei funktionstüchtige Brücken gibt. Wer in Hamburg-Barmbek den Osterbekkanal überqueren will, hat nun die Qual der Wahl zwischen drei Übergängen.
Für den Bund der Steuerzahler ist das eine maßlose Verschwendung von Steuergeldern. Der Hamburger Geschäftsführer Sascha Mummenhof bezeichnet die Fußgänger- und Radfahrerbrücke deshalb als „Sinnlos-Brücke“.

Warum wurde die Brücke gebaut, obwohl es in unmittelbarer Nähe bereits zwei Brücken gibt? Wir haben beim zuständigen Bezirksamt Hamburg Nord nachgefragt.
„Mit dem Wiederaufbau der Maurienbrücke wurde eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Wegeverbindung für den Rad- und Fußverkehr wiederhergestellt. (…) Sie stellt eine attraktive Verbindung zwischen Barmbek-Süd und Barmbek-Nord dar – vor allem für Familien und Kinder abseits der PKWs auch eine sichere Alternative, die auch viel genutzt wird", so der Pressesprecher des Bezirksamts Hamburg Nord, Alexander Fricke.

Zuletzt hatten auch die Anwohner gegen den Brückenneubau mobil gemacht, weil er wertvolles Grün zerstöre. Der zuständige Bezirk blieb aber bei seinen Plänen. Verena J. arbeitet in dem Stadtteil und hat wenig Verständnis für die immensen Kosten. „Finanziell gesehen ist es nicht sinnvoll. Eine andere Nutzung der Grundstücke wäre schon nett gewesen“, so die Hamburger Büroangestellte.

Im Jahr 2018 lagen die geschätzten Baukosten noch bei 1,85 Millionen Euro, mussten dann aber zweimal korrigiert werden und beliefen sich zur Fertigstellung im Jahr 2022 auf rund 3 Millionen Euro. Das Bezirksamt Hamburg-Nord erklärt auf Anfrage von FOCUS online den enormen Anstieg mit den gestiegenen Baupreisen:
„Die Gründe dafür liegen vor allem in der schwierigen Situation im Bausektor bei Materialkosten und allgemeinen Baupreisen sowie insbesondere in stark gestiegenen Stahlpreisen.“

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