Historikerin sicher: Mit Video über Putins Protz-Palast besiegelte Nawalny seinen Tod

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Der russische Oppositions-Politiker und Kreml-Kritiker Alexej Nawalny starb am 16. Februar in einem sibirischen Straflager. In einem Gastbeitrag im FOCUS Magazin sagt die Historikerin Anne Applebaum, dass er seinen Tod mit einem Video über Wladimir Putins Protz-Leben besiegelt hatte.

2021, kurz bevor er in einen Flieger nach Russland stieg, veröffentlichte Nawalny einen Beitrag über die Mega-Villa des Kreml-Chefs am Schwarzen Meer auf YouTube. Darin portraitiert er die 1,3 Milliarden Dollar teure Anlage haargenau – vorangegangen war eine ausgiebige Recherche seines Teams.

Zu sehen sind unter anderem Drohnen-Aufnahmen des Bauwerks. Dieses bietet alles, was das Herz eines Diktators begehrt, wie etwa eine Shishabar, ein Eishockeyfeld, Hubschrauberlandeplätze, eine eigene Kapelle, einen Weinberg, Pferdeställe oder aber auch eine Kegelbahn. Applebaum glaubt, dass das Video mit dazu beigetragen hat, dass Putin die Entscheidung getroffen hat, dass Nawalny sterben müsse.
Nawalny wurde am 20. August 2020 mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet und brach während eines russischen Inlandflugs zusammen. Folglich wurde er nach Berlin geflogen, wo er schließlich in der Berliner Charité behandelt wurde. Als er im Januar 2021 nach Russland zurückkehrte, wurde er von den russischen Behörden festgenommen. Bis zu seinem Tod war er in verschiedenen Straflagern in Russland.

Vor dem Beitrag über Putins Mega-Palast sorgte Nawalny bereits mit anderen Videos über die korrupten Verstrickungen im Kreml für Aufsehen. Etwa als er im März 2017 die Reichtümer des russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew offenlegte . Damals kam es zu Protesten in Russland. Als Symbol für den Protest dienten Schuhe, die in Stromleitungen oder Bäume gehängt wurden. Denn Nawalny legte offen, dass der Politiker in nur drei Monaten 20 Paare Turnschuhe und 73 T-Shirts online bestellt hatte. Ein Jahr später deckte er mit einem Video die Verbindungen zwischen dem Oligarchen Oleg Deripaska und dem Kreml-Politiker und -Funktionär Sergei Prichodko auf.

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