Jetzt marschieren Wagner-Söldner auf strategischen Brennpunkt zu

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Eine Warnung der polnischen Regierung sorgt für Aufregung. Demnach könnte die russische Wagner-Miliz, die Putin nach einem Putsch-Versuch ins Exil geschickt hat, einen „hybriden Angriff“ auf den Nato-Staat vorbereiten. Besonders ein strategischer Brennpunkt rückt in den Fokus.

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat vor möglichen „weiteren hybriden Attacken" durch russische Wagner-Söldner gewarnt. Verschiedene polnische Nachrichtenagenturen zitierten Morawiecki am Samstag, wonach von Russland nach Belarus verlegte Soldaten versuchen könnten, als Migranten getarnt über die polnische Grenze zu gelangen.

Seit dem gescheiterten Putsch-Versuch des Ex-Wagner-Chefs Prigoschin wird darüber gerätselt, wie Russland mit der Privatarmee weiter verfahren wird. Doch was würde der Kreml mit einer solchen Unterwanderungsaktion, wie Morawiecki sie befürchtet, bezwecken? Besondere Aufmerksamkeit gilt offenbar der Suwalki-Lücke, einem strategischen Korridor zwischen Belarus und der russischen Exklave Kaliningrad auf polnischem und litauischem Gebiet. Diese Landbrücke gilt als die Achillesferse der Nato: der Landstrich misst an seiner längsten Stelle gerade einmal 65,4 Kilometer Luftlinie. Und er ist die einzige Verbindungsstelle zwischen dem Baltikum, bestehend aus Estland, Lettland und Litauen und dem Rest des Nato-Gebietes.
Über diese Engstelle könnte eine ausreichend große Miliz im Ernstfall die Baltenstaaten von den Bündnis-Partnern innerhalb von nur 36 Stunden abschneiden. Über den Landweg gäbe es dann keine Möglichkeit mehr, die Nato-Verbündeten zu unterstützen. Der Nachrichtenagentur PAP sagte Morawiecki: „Wir haben Informationen, dass mehr als hundert Söldner der Wagner-Gruppe in Richtung der Suwalki-Lücke vorgerückt sind, unweit von Grudno in Belarus." Vom Süden aus über Polen könnten die Wagner-Söldner versuchen, die Suwalki-Lücke zu schließen. Seit Beginn des Jahres seien zudem bereits etwa 16.000 versuchte Grenzübertritte aus Belarus nach Polen festgestellt worden.

Vertreter der polnischen Armee sprachen im Zusammenhang mit den offenbar in der Nähe der Suwalki-Lücke stationierten Söldnern von einer russischen Propagandaaktion, um Unruhe zu stiften. Britische Geheimdienstinformationen deuten zudem darauf hin, dass die Wagner-Söldner in Belarus kaum über gepanzerte Fahrzeuge verfügen, während der Verbleib ihres schweren Geräts aus der Ukraine unklar ist. Ob einige hundert Wagner-Kämpfer also tatsächlich die Landbrücke allein schließen könnten, ist fraglich.

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