Johanna (21) starb in der Flut – ihr letztes Video muss der Staatsanwalt dringend sehen

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Die 21-jährige Johanna Orth ist eines von zahlreichen Todesopfern der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021. Jetzt stellten ihre Eltern Focus Earth ein bisher unveröffentlichtes Video zur Verfügung. Dieses letzte Lebenszeichen von Johanna Orth wirft Fragen auf.

Es ist 20.17 Uhr am 14. Juli 2021. In der Jülichstraße in Bad Neuenahr-Ahrweiler nimmt Johanna Orth aus ihrer Wohnung eine Durchsage der Feuerwehr mit ihrem Smartphone auf. Während vor der Balkontür, wie seit Tagen schon der Regen niederprasselt, während der Pegel der Ahr immer weiter steigt, weisen die örtlichen Einsatzkräfte auf Verkehrsbehinderungen hin. Und: Sie warnen nur vor Kellern und Tiefgaragen, nicht jedoch vor dem Erdgeschoss.

Dabei war Experten zufolge zu diesem Zeitpunkt schon längst absehbar, dass mit einer Katastrophe zu rechnen ist. Bereits am Nachmittag lag der Wasserstand der Ahr vielerorts über dem Niveau des letzten Hochwassers von 2016.
Zu einer Evakuierung der Bewohner kam es nicht. Johanna Orth legt sich kurz darauf schlafen – die 21-jährige Konditormeisterin muss am nächsten Morgen früh aufstehen. Um 00.29 Uhr ruft Orth panisch ihre Eltern an, die gerade im Urlaub auf Mallorca weilen; eine Minute später bricht die Verbindung ab. Johanna Orth sollte die Flutnacht nicht überleben.

Die bislang unveröffentlichten Videoaufnahmen sind eines der letzten Lebenszeichen Orths, ihre Eltern haben das Video FOCUS online Earth zur Verfügung gestellt. Die Aufnahmen werfen eine wichtige Frage auf: Hätten Leben wie das von Johanna Orth sowie von Dutzenden weiteren Todesopfern gerettet werden können, wenn sie vor der absehbaren Flutkatastrophe gewarnt worden wären? Mit dieser Frage beschäftigt sich unter anderem die Staatsanwaltschaft. Sie will bald entscheiden, ob sie Anklage gegen den damals zuständigen Landrat Jürgen Pföhler erhebt.

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