Nebeneinkünfte im Bundestag: Diese Abgeordneten verdienen Millionen Euro

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Im Durchschnitt gaben zur Offenlegung verpflichtete Mitglieder des Bundestags für das Jahr 2022 Nebeneinkünfte von 73.520 Euro an. Vier Abgeordnete kamen jeweils auf mehr als eine Million Euro.

Seit Herbst 2021 muss jeder Bundestagsabgeordneter, der mehr als 1.000 Euro monatlich oder mehr als 3.000 Euro jährlich durch Nebentätigkeiten verdient, diese offenlegen. Zudem müssen Gewinn- oder Kapitalanteile an Unternehmen über fünf Prozent bekanntgegeben werden.
Die „F.A.Z.“ hat sich die Offenlegungen, die ca. 36 Prozent des Bundestags machten, im Detail angesehen.

Laut „F. A. Z.“ betrugen im Jahr 2022 die Gesamtnebeneinkünfte des Bundestags fast 20 Millionen Euro. Eine enorme Summe, die umso mehr erstaune, wenn man berücksichtige, dass jeder Abgeordnete für seine Amtstätigkeit etwa 183.706 Euro im Jahr erhalte – und damit Nebeneinkünfte nicht zwingend benötigte.
Matthias Miersch von der SPD erklärt seine Nebeneinkünfte auf seiner Internetseite indes folgendermaßen: „Politisch aktiv zu sein setzt nach meiner Auffassung stets ein gewisses Maß an Unabhängigkeit voraus. Vor mehr als 20 Jahren habe ich mir als selbständiger Rechtsanwalt eine berufliche Existenz aufgebaut. Diese will ich mir erhalten, zumal ich nicht absehen kann, wie lange meine Abgeordnetentätigkeit andauert.“

Zu den Bestverdienern des Bundestags zählten im Jahr 2022 laut „F. A. Z.“ unter anderem folgende Abgeordnete:
Nezahat Baradari, SPD: 485.016 Euro Nebeneinkommen
Baradari verdiente, vor allem dank ihrer Nebentätigkeit als Fachärztin in einer Kinder- und Jugendpraxis, mehrere hunderttausend Euro.

Ophelia Nick, Grünen: 718.250 Euro Nebeneinkommen
Nick ist Erbin eines Milliardenkonzerns und bezog als solche fast eine Million Euro an Gewinnausschütungen. Im Bundestag reichte es dennoch nicht für die Top 5.

Sahra Wagenknecht, Die Linke: 793.000 Euro Nebeneinkommen
Der Großteil Wagenknechts Nebeneinkommens stammte aus Tantiemen für ihr 2021 im Campus-Verlag erschienenes Buch „Die Selbstgerechten“. Gemeinsam mit Nick von den Grünen gehört sie zu den vier Abgeordneten, die nahezu eine Million an Nebeneinkünften offenlegten.

Enrico Komning, AfD: 842.000
Komning verdiente vor allem durch seine Nebentätigkeit als Anwalt einen fast siebenstelligen Betrag.

Markus Herbrand, FDP: 567.821 Euro durch Nebeneinkünfte
Als Unternehmensberater verdiente Herbrand 2022 insgesamt 567.821 Euro.

Ein Nebeneinkommen von über einer Million Euro erreichten Thomas Heilmann von der CDU mit 1,2 Millionen Euro, Alexander Engelhard von der CSU mit 1,7 Millionen Euro sowie Sebastian Brehm von der CSU mit 2,7 Millionen Euro.

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