Putins neue Mini-Offensive hat kaum Aussicht auf Erfolg

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine nächste Offensive gestartet. Was viele Experten als Großoffensive betiteln, ist laut Ex-General Mick Ryan bisher nur ein Offensivchen. Doch es hat seinen Nutzen, und Putin drei gute Gründe, jetzt damit zu starten.

Die russischen Streitkräfte in der Ukraine greifen an: Bei Swatowe, Soledar, Bachmut, Dvorischne, Wuhledar und auch an anderen Orten. Viele Experten bezeichnen die Angriffe als neue Großoffensive der Russen. Doch der Ex-General und Militärexperte Mick Ryan sieht darin nur eine kleine Vor-Offensive. Ryan schreibt auf Twitter: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das schon die Großoffensive ist. Nimmt man an, dass tatsächlich eine Großoffensive geplant ist, dann ist das hier der Testballon.“
Die Russen würden derzeit ausloten, wie die Ukrainer auf eine echte Offensive reagieren würden. „Trotz all der Satellitenaufklärung, trotz Drohnen, trotz elektronischer Kriegsführung – echten Einblick in die Taktik und die wahre Stärke des Feindes bekommt man nur im Kampf am Boden.“ Und dieser Einblick stecke hinter den neuen russischen Angriffen.
Für die neuen Angriffe gibt es laut Ryan drei Gründe:

1. Putins politisches Kalkül
„Der erste Grund ist der wichtigste“, schreibt Ryan. „Präsident Putin braucht einen Sieg. In den vergangenen zwölf Monaten haben seine Truppen Niederlagen in der ganzen Ukraine erlitten.“ Zuletzt habe Putin versucht, die Bevölkerung mit Luftangriffen zu terrorisieren und die Energieinfrastruktur kaputt zu bomben. Doch sein Kalkül, die Unterstützung des Westens für die Ukraine damit zu brechen, ging nicht auf. „Stattdessen hat der Westen seine Militärhilfe sogar noch erhöht.“
Ryan weiter: „Putin braucht eine Offensive, er braucht Eroberungen. Zum einen muss er zum Jahrestag des Kriegsbeginns seinen Bürgern etwas vorzeigen können.“ Und zum anderen müsse Putin auch deshalb das Momentum auf seine Seite ziehen, um international ein Druckmittel zu haben.

2. Ukrainische Offensiven werden erschwert
„Russland hat die Vor-Offensive gestartet, um zukünftige ukrainische Offensiven schon jetzt den Nährboden zu nehmen.“ Die Ukraine will schließlich ihr komplettes Territorium – einschließlich der Krim – zurückerobern. „Solange Russland in der Offensive ist, wird das den Ukrainern nicht gelingen“, schreibt Ryan.

3. Russland hat Eile, bevor westliche Waffenlieferungen ankommen
Die russische Armee fürchtet den Einsatz neuer westlicher Waffen. Also will Putin noch so viele Gebiete wie möglich erobern, bevor westliche Panzer, Militärfahrzeuge und neue Munition die Ukraine erreichen. „Bald kommen große Waffenlieferungen an“, schreibt Ryan. „Es wird aber seine Zeit dauern, bis sie vollständig in der ukrainischen Armee integriert sind.“ Ryan schätzt, dass „im zweiten Quartal 2023 die ukrainische Offensivkraft stark ansteigen wird“.
Russisches Offensivpotential? Dafür fehlen der Armee die Soldaten und die Anführer
Doch wie groß ist überhaupt das Offensivpotential der Russen? Ryan bezeichnet es als „fragwürdig“. Die Mobilisierungswelle aus dem September habe wie erwartet geholfen, die Verteidigungslinien zu stabilisieren. Aber: „Offensive Operationen sind etwas ganz anderes.“ Dafür brauche man sehr gut ausgebildete und ausgerüstete Verbände und erstklassige Anführer. „Die hat die russische Armee nicht.“
Wenn die Russen ihre echte Großoffensive starten, glaubt Ryan, dann werden sie keinen großen Durchbruch erzielen. Der Kampf um Bachmut und das russische Desaster beim Angriff auf Wuhledar hätten gezeigt, wie schwach Russlands Offensivkraft sei, so Ryan.
Russland werde in den kommenden Wochen eher viele kleine Angriffe im Osten der Ukraine versuchen, prognostiziert Ryan. Die Ukraine müsse derweil eine Balance finden zwischen Verteidigung und der Vorbereitung des großen Gegenschlages. Die nächsten Wochen seien deshalb eine besonders wichtige Zeit für das ukrainische Oberkommando, so der Ex-General.

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