Und dann sagt Putin: „Scheiß drauf“

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg mit Äußerungen zur nuklearen Rüstungskontrolle für Aufsehen gesorgt.

„Wir haben mehr solcher Waffen als die Nato-Länder“, sagte Putin bei seinem Auftritt in der russischen Ostsee-Metropole am Freitag. Deshalb würden sie die ganze Zeit zu Gesprächen über die Reduzierung gedrängt werden. Dann fügte der Kremlchef hinzu: „Scheiß drauf, verstehen Sie, wie man bei uns im Volk sagt.“
Wenig später musste Kremlsprecher Dmitri Peskow die Aussagen Putins vor Journalisten erklären – und relativierte sie. „Russland ist bereit, Verhandlungen zu führen“, versicherte er.

Unter dem Eindruck seines Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte Russland Anfang des Jahres unter internationalem Protest das letzte große Abkommen über atomare Rüstungskontrolle für ausgesetzt erklärt: den „New Start“-Vertrag mit den USA. Dieser begrenzt die Atomwaffenarsenale beider Länder und regelt Inspektionen. Anfang Juni dann bot die US-Regierung Russland und auch China Gespräche über nukleare Rüstungskontrolle „ohne Vorbedingungen“ an. Anstatt zu warten, bis alle bilateralen Differenzen beigelegt seien, sei man bereit, Gespräche aufzunehmen, damit keine neuen Konflikte entstünden, hieß es aus Washington.
Putin erklärte bei dem Wirtschaftsforum zudem, dass mit den Arbeiten für die angekündigte und vielfach kritisierte Verlegungen taktischer Atomwaffen in die verbündete Ex-Sowjetrepublik Belarus begonnen worden sei. „Das ist nur der erste Teil. Bis Ende des Jahres werden wir die Aufgabe vollständig abschließen.“

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