„Unser Wohlstand der vergangenen Jahre beruht auf zwei Säulen – beide sägen wir ab“

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Martin Daum, Chef des weltgrößten Truck-Herstellers Daimler spricht mit FOCUS Online über volle Autobahnen, überforderte Politiker und seine Wut auf rechte Populisten.

Martin Daum, CEO von Daimler-Truck, äußerte sich in einem Interview mit dem FOCUS Magazin zu Themen wie volle Autobahnen, überforderte Politiker und seine Wut auf rechte Populisten.  Er betonte, dass der Bedarf an Lastwagen von der Wirtschaft abhängt und Daimler-Truck diesen nicht künstlich schaffen könne. „Um Lkws von der Straße zu kriegen“, so Daum, „müssten wir Deutschland deindustrialisieren und alle Jobs ins Ausland verlagern.“ Der 63-Jährige erklärte, dass ein Ausweichen auf die Schiene zwar für lange Strecken geeignet sei, „doch für die letzte Meile“ ein Lkw vonnöten ist. „Solange nicht jede Firma einen Bahnanschluss hat, wird es nur mit Lkws gehen.

Zwar kam Daimler-Truck dem Ansturm der Kunden in den letzten Jahren kaum hinterher. Doch dies ist laut Daum Vergangenheit. Man kehre nun zur Normalität zurück – die Zeiten der Lieferengpässe, wie man sie etwa bei der Chipindustrie sah, seien vorüber, so der Daimler-Truck CEO.
Dabei sieht er die Subventionen in Milliardenhöhe für Chipkonzerne in Deutschland kritisch: „Unser Wohlstand der vergangenen 30 Jahre beruht auf zwei Säulen: billige Energie und Globalisierung. Im Moment sägen wir uns beide Säulen ab, und bekommen nun ein Problem. Denn die Milliarden an Subventionen müssen erst mal verdient werden. Bei den Steuermilliarden für die Chipkonzerne handelt es sich folglich um einen Vorgriff auf die Steuereinnahmen der Zukunft. Ist das noch seriös? Ich habe da meine Zweifel.“
Daum äußert zudem seine Besorgnis über das gesellschaftliche Klima und den Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen. Nationalismus könne der deutschen Wirtschaft im Ausland schaden. Das ganze Interview mit Martin Daum lesen Sie auf FOCUS online.

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