Wenn Putin angreift: Jeder dritte Deutsche würde für unser Land zur Waffe greifen

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Der Ukraine-Krieg und Putins Drohungen gegen den Westen verunsichern viele Menschen in Deutschland. Plötzlich stellen sich Fragen wie: Könnte uns die Bundeswehr verteidigen? Müssen wir „kriegstüchtig“ werden? Eine Umfrage zeigt, was die Bürger denken.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat massive Auswirkungen auch auf Deutschland – politisch, wirtschaftlich und nicht zuletzt militärisch. Das brutale Vorgehen von Russlands Präsident Wladimir Putin und dessen wiederholte Drohung, im Kampf gegen den verhassten Westen auch Atomwaffen einzusetzen, beunruhigen Millionen Menschen.

Eine Frage, die viele Jahrzehnte nicht ansatzweise eine Rolle spielte, steht plötzlich ganz weit oben auf der Tagesordnung:

Kann sich Deutschland im Ernstfall militärisch verteidigen? Die Bevölkerung scheint da sehr skeptisch zu sein.

Drei Viertel der Deutschen haben derzeit kein Vertrauen in die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr! Das ergab eine exklusive Civey-Umfrage für FOCUS online.

So antworteten auf die Frage „Wie hoch ist Ihr Vertrauen in die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr?" 75 Prozent mit „eher gering“ oder „gar kein Vertrauen“. Lediglich zehn Prozent haben hohes oder sehr hohes Vertrauen. 15 Prozent sind unentschieden.

Bei der repräsentativen Online-Befragung von rund 5000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern ab 18 Jahren wurde außerdem der Wunsch nach einer besseren finanziellen Ausstattung der deutschen Streitkräfte deutlich.

So sind sieben von zehn Bundesbürgern (69 Prozent) dafür, dass die Bundeswehr künftig mehr Geld zur Verfügung hat. Diese Position vertreten insbesondere Anhänger von CDU/CSU (85 Prozent), bei den Linken sind es lediglich 21 Prozent.
Knapp zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) sind der Meinung, Deutschland sollte „dauerhaft mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben“. 26 Prozent lehnen dies ab, zehn Prozent sind unentschieden.

Der Krieg in Europa, die zunehmenden globalen Spannungen und die sich verschärfende Bedrohung für Deutschland verstärkt bei vielen Menschen den Wunsch nach einem wehrhaften Staat.

Laut der vom 11. bis 13. März durchgeführten FOCUS-online-Umfrage stimmen 68 Prozent der Aussage von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zu, die Bundesrepublik müsse „kriegstüchtig“ werden.

Unter Anhängern der Union (85 Prozent) ist diese Meinung besonders stark verbreitet, aber auch bei Wählern von SPD, Grünen und FDP ist die Zustimmung mit 74 bis 77 Prozent sehr hoch.

Deutliche Unterschiede gibt es in den Regionen. Während sich im Westen 73 Prozent für ein „kriegstüchtiges“ Deutschland aussprechen, sind es im Osten nur 52 Prozent. Bundesweit lehnen 26 Prozent die Pistorius-Aussage ab, sechs Prozent sind unentschieden.

Weitere spannende Ergebnisse der Umfrage:

64 Prozent der Deutschen sprechen sich dafür aus, dass Deutschland die Wehrpflicht wieder einführt. Während nicht einmal die Hälfte der Grünen-Wähler (49 Prozent) dieser Meinung ist, sind es bei den Unions-Anhängern 81 Prozent.
32 Prozent der Deutschen würden selbst zur Waffe greifen und sich „aktiv an Kampfhandlungen zur Verteidigung“ beteiligen, falls jemand Deutschland militärisch angreift. 57 Prozent lehnen das ab, elf Prozent sind unentschieden.
53 Prozent sind mit der Arbeit von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zufrieden. Am meisten punkten kann der SPD-Mann bei Anhängern seiner eigenen Partei, dort sind 81 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden. Das gilt auch für 62 Prozent der Unions-Anhänger.

Wie intensiv der Ukraine-Krieg die Menschen hierzulande beschäftigt und wie sehr sie sich um den Frieden in Deutschland sorgen, zeigen diese Umfrageresultate:

68 Prozent der Deutschen sehen im militärischen Vorgehen Russlands in der Ukraine „eine Bedrohung für die Sicherheit Deutschlands“. Unter Grünen-Anhängern empfinden das sogar 89 Prozent so, bei AfD-Wählern sind es 29 Prozent. Während nur 49 Prozent der Ostdeutschen unsere Sicherheit bedroht sehen, sind es in den alten Bundesländern 74 Prozent.
Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland (46 Prozent) haben Angst, dass Russland im Krieg gegen die Ukraine Atomwaffen einsetzen könnte. 43 Prozent haben keine entsprechenden Ängste.
32 Prozent sind der Meinung, Deutschland sollte über eigene Atomwaffen verfügen. Die größte Zustimmung findet diese Position unter Anhängern von FDP (46 Prozent) und Union (45 Prozent), die geringste bei den Linken mit sechs Prozent. Insgesamt 58 Prozent der Bürger lehnen eigene deutsche Atomwaffen ab.
47 Prozent machen sich Sorgen, dass Deutschland „aktiv durch Kampfhandlungen in den Ukraine-Krieg eingreifen“ wird, fast ebenso viele (46 Prozent) haben diesbezüglich keine Befürchtungen. Sieben Prozent sind unentschieden.

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