Zahl der Corona-Neuinfektionen auf Rekordhoch: Was steckt hinter der Explosion?

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#Corona #Neuinfektionen #Deutschland

Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag insgesamt 33.949 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages – so viele wie noch nie. Den für eine mögliche Verschärfung der Beschränkungen wichtigsten Parameter – die Hospitalisierungsrate – gibt das RKI mit 3,62 an. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Anders als 2020 sind inzwischen zwar die meisten Deutschen durch die Impfung zumindest vor einem schweren Corona-Verlauf geschützt. Weil aber immer noch mehr als zehn Millionen Erwachsene ungeimpft sind und das RKI bei Älteren und Vorerkrankten immer mehr Impfdurchbrüche meldet, bleibt die Situation in den Kliniken fragil.

Mit sinkenden Temperaturen verlagern sich immer mehr Aktivitäten nach drinnen. Dort ist das Infektionsrisiko aber bekanntermaßen höher als an der frischen Luft. Und auch die Herbstferien in vielen Bundesländern dürften eine Rolle für die steigenden Zahlen spielen. Die Fallzahlen sind in der Pandemie nach Ferienzeiten bisher immer angestiegen.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach will auf eine konsequente 2G-Regel setzen. Sie solle seiner Meinung nach künftig in jedem Restaurant, jedem Kino und jeder anderen Einrichtung gelten, wo Menschen in größerer Zahl zusammenkommen.
Unter Fachleuten ist dieses Vorgehen allerdings umstritten. So kritisiert Virologe Alexander Kekulé, dass die Regel Ungeimpfte nicht ausreichend schütze, da sie außerhalb von Gaststätten und Co. weiter mit möglicherweise infektiösen Geimpften aufeinanderträfen. Außerdem suggeriere 2G Geimpften und Genesenen ein starkes Gefühl von Sicherheit.
„Wenn sie sich dann anstecken, vermuten sie häufig keine Corona-Infektion, isolieren sich nicht und lassen sich auch nicht testen.“

Um den Impfschutz für den Winter noch einmal zu erhöhen, wollen andere Teile der Politik stattdessen verstärkt auf die Booster-Impfung setzen. Dass die Drittimpfung auch für Jüngere und gesunde Menschen Sinnvoll ist, hatte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, schon vor einigen Wochen betont.
Er könne sich vorstellen, dass die Grundimmunisierung gegen Corona künftig aus drei Impfungen bestehe. „Immunologisch ist das sinnvoll, weil sich die Immunantwort jedes Mal verbessert, wenn der Körper sich mit dem Erreger beziehungsweise der Impfung auseinandersetzt“, erklärte er im Gespräch mit FOCUS Online.

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