Nicht nur der Booster wirkt: Neue Faktoren erzeugen “Super-Immunität” gegen Omikron

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Omikron verbreitet sich rasend schnell, da die neue Variante noch ansteckender ist als Delta. Nur eine Booster-Impfung bietet einen gewissen Schutz vor der Infektion. Forscher aus Österreich haben nun herausgefunden, dass auch eine "Super-Immunität" aus zwei Faktoren die Viren neutralisieren kann.

Omikron breitet sich weltweit rasend schnell aus. Auch in Europa steigen die Fallzahlen rapide an. In Ländern wie Großbritannien und Dänemark macht die neue Variante bereits einen Großteil des stark angestiegenen Infektionsgeschehens aus.
In Deutschland ist Omikron zwar laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) noch nicht so stark verbreitet. Im letzten Wochenbericht des RKI vom 23. Dezember wurden lediglich 441 Fälle und 1879 Verdachtsfälle aufgrund eines variantenspezifischen PCR-Befunds gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher liegen.

Da bisherige Untersuchungen bereits gezeigt haben, dass eine zweifache Impfung nicht vor einer Infektion mit Omikron schützt und nur ein Booster eine gewisse Schutzwirkung diesbezüglich hat, ist die Verunsicherung bei vielen groß. Eine neue kleine Studie mit weniger als 100 Teilnehmern aus Österreich, die jetzt im Preprint veröffentlicht und noch nicht von unabhängigen Experten begutachtet worden ist, zeigt nun aber, dass selbst gegen Omikron eine sogenannte "Super-Immunität" möglich ist.
Mediziner bezeichnen so eine Immunität, die sämtliche Formen von Sars-CoV-2 neutralisieren kann. Ein anderes Wort dafür ist Hybridimmunität. Sie entsteht bei Menschen, die eine Impfung erhalten haben, aber dann trotzdem eine Sars-CoV-2-Infektion durchgemacht haben oder umgekehrt und ist demnach wohl der beste Schutz gegen die neue Omikron-Variante.
Forscher der amerikanischen Rockefeller University in New York hatten eine solche "Super-Immunität" bereits in einer Studie, die im September im Fachblatt „Nature“ veröffentlicht wurde, entdeckt. Sie veränderten dazu im Labor das Spike-Protein des Coronavirus, welches im menschlichen Körper für den Eintritt in die Zellen verantwortlich ist. So entstand eine Spike-Mutante mit 20 Veränderungen, die vollständig resistent gegen die neutralisierenden Antikörper der meisten Geimpften und Genesenen war – ähnlich also wie es jetzt bei Omikron der Fall ist. Nur die Geimpften, die bereits vor ihrer Impfung mit Corona infiziert und an Covid-19 erkrankt waren, konnten das mutierte Virus viel besser bekämpfen als diejenigen, die „nur“ geimpft oder genesen waren. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie gegen jede zukünftige Variante wirksam sind, die Sars-CoV-2 gegen sie wirft“, sagte damals Virologin und Studienautorin Theodora Hatziioannou.

Die österreichischen Forscher um Annika Rössler vom Institut für Virologie der Uni Innsbruck die Antikörper-Titer haben für ihre Studie sowohl von Genesenen als auch von Personen, die mit Astrazeneca, Biontech/Pfizer und mit Moderna geimpft worden sind, gegen die neue Omikron-Variante getestet und mit andere Varianten wie beispielsweise Delta verglichen. Dabei bestätigten die Forscher das, was sich bereits in einigen Studien zuvor gezeigt hatte: Die Impfantikörper können Omikron in viel geringerem Ausmaß neutralisieren als andere Varianten. 
Eine gewisse Neutralisation des Virus durch die Antikörper im Vergleich zu anderen Varianten konnte nur bei Personen festgestellt werden, die vollständig mit Biontech geimpft sowie bei Personen, die kreuzgeimpft waren – also zuerst mit Astrazeneca und dann mit Biontech.
Hier zeigte sich ein etwas besserer Schutz gegen Omikron als bei den anderen Impfstoffen.

Bei den sogenannten "Superimmunen", die also entweder eine Sars-Cov-2-Infektion bereits durchgemacht und dann einmal oder zweimal mit Biontech geimpft wurden oder umgekehrt, war es jedoch anders: Ihre Antikörper konnten Omikron neutralisieren. Das heißt freilich dennoch nicht, dass Menschen sich vorsätzlich mit Sars-CoV-2 anstecken sollten, um so eine "Super-Immunität" zu erzeugen.
Die Studienautoren weisen vielmehr daraufhin, dass trotz der "Super-Immunität" alles für eine rasche Entwicklung variantenangepasster Impfstoffe spreche. Auch wenn ein Booster ähnlich wie eine zusätzliche Infektion den Antikörperspiegel erhöhen kann und vor schweren Krankheitsverläufen wohl weiterhin schützen.

Einige Studien haben bereits gezeigt, dass eine Drittimpfung einen besseren Infektionsschutz gegen Omikron bietet als eine Zweifachimpfung es tut. Laut Laborergebnissen der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek bietet der Booster rund zwei Wochen nach der Impfung einen Infektionsschutz gegen Omikron, der bei 58 bis 78 Prozent liegt. Nach drei Monaten falle diese aber wieder deutlich ab. Deshalb warnte die Virologin auch davor, sich nur auf eine Drittimpfung zu verlassen und die Schutzmaßnahmen zu vernachlässigen. Es seien schon Fälle von geboosterten Personen bekannt, die sich infiziert haben und auch andere mit Omikron angesteckt hätten.

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